Schlaflos sein in der Nacht ist müde sein beim Wühlen im Bett und in Gedanken. Es ist das Abreagieren der nicht ausgelebten Reaktionen des Tages und der leise Dialog im Kopf, der im Mondlicht immer lauter scheint.
Schlaflos in der Nacht bist du, wenn du den Tag mit in dein Bett gelassen hast. Den Tag mit seinen verpassten Momenten, die in der Nacht alles sind. Alles, was du bereust und worauf du hoffst. Wofür du nun übst und schlaflos bist. Wofür du dich umlegst und ergehst in Gedanken, die dich fühlen lassen, du wärst vorbereitet auf die Widrigkeiten, Eventualitäten und süßen Lieben, an die du nicht so gern denkst vor dem Einschlafen weil dich der Gedanke an den Frohsinn, die Leidenschaft und unsagbare Liebe so warm und sicher fühlend macht, dass du dich am nächsten Morgen ein wenig schämst dafür, dass du nur schlafen kannst, wenn du deine Hoffnungslosigkeit mit Träumen füllst.
Schlaflos warst du, müde bist du.
Kann es sein, dass du nicht weißt, in wie vielen Betten du nachts schon Gast und Hoffnung warst?
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