Wie schwer ist es doch, überkommt einen dieses treibhafte Gefühl, von einer gewissen Kreativität herrührend, etwas zu bewerkstelligen. So sitzt man des Öfteren vor leerem Blatt oder blankem Bildschirm und weiß, daß dort etwas stehen muss, irgendetwas gehört dorthin. In der Regel führt dieses Gefühl dazu, daß sich nichts tut. Zu häufig bereits das gleiche Lied, die selbe Leier aufgeschrieben, es sollte schon Neues werden, wenn dieser Trieb sich einstellt. Dann beginnen die Gedanken sich einzuschalten, sie beherrschen schlagartig den Moment und es rückt die Kontemplation ein, leidlich mit ihrem einzigen Antrieb: Die Frage, was denn bitte schön geschrieben wird.
Und so bleibt nur, gleichwie nachts, mitten auf der Straße, von Scheinwerfern überrascht und macht- sowie willenlos weiterhin in Starre verharrend, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Wenn ich denn schreiben muss, kann es genauso gut vom Nichtschreiben sein.
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